Wenn eine Adresse aufgerufen wird, muss jemand die Arbeit übernehmen. Diese Stelle heißt Controller. Er nimmt die Anfrage entgegen, prüft, was mitgeschickt wurde, veranlasst das Fachliche und gibt eine Antwort zurück, entweder eine Seite oder Daten.
Der Name führt leicht in die Irre. Ein Controller steuert nichts im Sinne von Kontrolle. Er ist eher ein Empfangstresen: Er nimmt an, leitet weiter, gibt heraus.
Warum er schlank bleiben sollte
Der Empfangstresen ist der bequemste Ort, um etwas abzulegen. Genau deshalb landet dort mit den Jahren, was niemand einordnen wollte: Berechnungen, Sonderfälle, das Verschicken von E-Mails, ein Export nebenbei. Aus zwanzig Zeilen werden achthundert, und niemand traut sich mehr an die Datei.
Der Schaden zeigt sich nicht sofort, sondern beim ersten größeren Umbau. Fachlogik, die nur über einen Seitenaufruf erreichbar ist, lässt sich nicht wiederverwenden, nicht automatisiert prüfen und nicht aus einem Hintergrundprozess heraus starten. Wer sie ordentlich einsortiert, zahlt am Anfang ein wenig und spart später deutlich mehr.