Wer Vue oder React einsetzen möchte, baut normalerweise zwei Dinge: das Frontend und eine Schnittstelle, über die es an Daten kommt. Diese Schnittstelle ist echte Arbeit, obwohl sie niemand außer dem eigenen Frontend benutzt.
Inertia lässt sie weg. Die Anwendung antwortet nicht mit fertigem HTML und nicht mit einer allgemeinen Schnittstelle, sondern übergibt genau die Daten, die diese eine Seite braucht, direkt an eine Komponente im Frontend. Routing und Berechtigungen bleiben dort, wo sie hingehören, nämlich in Laravel.
Wann der Weg passt
Sinnvoll ist Inertia, wenn im Team ohnehin Erfahrung mit Vue oder React vorhanden ist und die Oberfläche anspruchsvoll wird, es aber keinen zweiten Verbraucher der Daten gibt.
Sobald zusätzlich eine mobile App oder ein Fremdsystem dieselben Daten braucht, verschiebt sich das Bild. Dann entsteht die Schnittstelle sowieso, und sie sollte von Anfang an so geschnitten sein, dass mehrere Verbraucher damit arbeiten können. Worauf es dabei ankommt, steht unter API- und Backend-Entwicklung.